Freitag, 10. Juli 2015

Aufregende Zeiten



Oh je. Schon wieder haben Staub und Spinnweben meinen Blog erobert. Und schon wieder habe ich zwei Monate lang kein einziges Wort an meinen Projekten geschrieben. Aber ich muss schon zugeben, dass in meinem Leben so einiges los war. Was wollt ihr wissen? Nun, zum einen ist jemand bei mir eingezogen. Ein aufstrebender Autor namens Markus Heitkamp. Und wisst ihr was? Ich habe den gleich geheiratet. Auch Markus hat jetzt schon lange nicht mehr geschrieben. Schließlich musste er ein Haus verkaufen, in meine kleine Wohnung ziehen und … nunja … mich heiraten. Aber jetzt ist er hier und ich habe ihm vor ein paar Wochen als kleine Überraschung einen Schreibarbeitsplatz im Schlafzimmer eingerichtet. Der wird jetzt gerade eingeweiht. Ich höre fleißige Tippgeräusche aus dem Schlafzimmer. Unser Kater Ramses ist einigermaßen verwirrt. Schließlich sitzt Papa sonst im Wohnzimmer am Laptop, arbeitet für die Firma oder zockt eines seiner Spiele. Aber jetzt sitzt er an diesem Ding im Schlafzimmer, das doch tatsächlich ein Computer ist! Mit einer richtigen Tastatur, über die man spazieren und Buchstaben auf dem Monitor produzieren kann! So höre ich also neben den Tippgeräuschen auch immer mal wieder ein genervtes „Ramses!“ Der Vorteil daran ist, dass meine Tastatur gerade frei ist. Also nutze ich die Zeit jetzt einfach mal, um selbst etwas zu schreiben.

Wer übrigens mehr über meinen schreibenden Ehemann erfahren will, findet ihn hier:

Montag, 18. August 2014

Das dreckige Dutzend

Diesmal ist es nicht so lange her, dass ich zuletzt gebloggt habe. Ich habe genau das getan, was ich angekündigt habe. Ich habe meine Projektnamen auf Zettelchen geschrieben, sie gefaltet und alle in einen Krug geworfen. Dann habe ich gezogen und auf meinem Zettelchen stand das Wort "Jahrmarkt". Ich hatte erwartet, dass mich jetzt ein Blitz treffen und ich an meinen Rechner eilen und losschreiben würde. Aber das ist nicht passiert. Ganz im Gegenteil. Es fühlte sich falsch an. Richtig falsch und einfach enttäuschend. Also habe ich den Zettel wieder zusammen gelegt und ihn zurück zu den anderen geworfen. Und nun liegen sie noch heute in dem Krug.

Dann habe ich angefangen zu grübeln und mich gefragt, warum ich mich überhaupt entscheiden muss. Ich habe ein Buch veröffentlicht, ja, und ich denke, noch weitere zu veröffentlichen. Trotzdem ist es nicht so, dass links von mir eine Agentur und rechts ein Verlag steht und beide auf fertige Projekte warten. Ich habe keine Abgabetermine und keinen Druck. Ich kann schreiben was ich möchte in dem Tempo, das ich möchte. Warum also nicht alle Projekte gleichzeitig schreiben? Und genau da kam der Blitz, auf den ich gewartet habe. Ich habe alle meine Projektideen zusammen getragen. Zwölf Stück sind es geworden. Mein dreckiges Dutzend. Ich habe angefangen, jeden Tag eine Seite an jedem meiner Projekte zu schreiben. Ich habe gedacht, das würde sowieso schief gehen, aber es läuft ganz wunderbar. Und das Allerbeste: es fühlt sich verdammt richtig an. Also bleibe ich jetzt erst einmal dabei und schaue, wo ich mal lande mit meinem dreckigen Dutzend.

Dienstag, 5. August 2014

Verirrt



Bald eineinhalb Jahre ist es her, dass ich meinen letzten Blogeintrag geschrieben habe. Eine Menge ist seitdem passiert und ich habe nichts davon erzählt und meinen Blog einstauben lassen. Warum eigentlich? Ich kann es euch nicht genau sagen. Ich habe eine Prüfung geschrieben und bestanden. Mein erster Roman ist erschienen. Und dann … habe ich irgendwie den Weg aus den Augen verloren. Jetzt sitze ich hier, betrachte eine vollkommen verwirrende Landkarte und weiß nicht so genau, welche Richtung ich einschlagen soll. Ich habe schon lange nicht mehr richtig geschrieben und es fehlt mir sehr. Aber für welches Projekt soll ich mich entscheiden? Soll ich vielleicht doch noch einmal mit einem fertigen Buch auf Agentursuche gehen? Etwas beenden? Etwas Neues beginnen? All diese Fragen schießen mir täglich durch den Kopf und ich finde keine Antworten. Jetzt habe ich die Namen aller angefangen Projekte auf Zettel geschrieben und in einen Krug geworfen. Ich stehe an einer Weggabelung und ich werfe eine Münze. Kopf oder Zahl? Was meint ihr? Ich werde versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten.

Grüße von einer verirrten Wanderin.


Donnerstag, 16. Mai 2013

Disziplin!

"Wo nimmst du nur immer die ganzen Ideen her?", ist eine Frage, die man als Schriftsteller recht häufig gestellt bekommt. Darüber kann ich immer nur den Kopf schütteln. Nein, die Ideen sind wirklich nicht das Problem. Ideen liegen auf der Straße und selbst, wenn ich sie nicht aufhebe, jagen sie mir nach und beißen mir in die Wade. Mein Kopf ist voll von Romanideen. Auf meinem Rechner liegen Dutzende Exposées für Bücher, die geschrieben werden wollen. Gerade heute hatte ich wieder eine total coole Idee, angestoßen durch eine beiläufige Bemerkung meines Sohnes. So schnell kann das gehen. Ich bin die reinste Ideenmaschine. Die Frage sollte also eher lauten: "Woher nimmst du nur die ganze Zeit?"
Oder besser noch:
"Woher nimmst du nur immer die Disziplin?"

Autsch! Erwischt. Disziplin heißt das Stichwort und es sticht ganz gewaltig. Der Alltag ist voll von Anforderungen und Ablenkungen und vielen weiteren "A"s. Den ganzen Tag bin ich beschäftigt. Im Büro, in der Schule, mit meinem Kind. Und abends, wenn das Kind im Bett ist und ich vor meinem Dokument sitze ... habe ich keine Lust. Ich habe vielleicht noch zwei Stunden Zeit bevor ich selbst ins Bett muss. Zwei Stunden reichen locker für 3.000 wohlüberlegte Wörter. Aber erst muss ich noch gucken, was auf Facebook oder im Forum so los ist. Ich könnte noch einmal meine Emails checken, eine DVD einlegen oder ich schreibe einfach einen Blog-Eintrag über Disziplin. Und wenn ich damit fertig bin, bin ich doch schon viel zu müde zum Schreiben. Also schließe ich mein Dokument und gehe ins Bett.

Manchmal wundert es mich, dass ich überhaupt jemals ein Buch fertig bekommen habe. Aber das habe ich. Mehr als eins sogar und die meisten von ihnen sind gar nicht mal schlecht. In diesem Sinne also: ein Hoch auf die Disziplin und ran an die Arbeit!

Sonntag, 5. Mai 2013

Frühjahrsputz

Hach, wo ist die Zeit geblieben? Über einen Monat habe ich hier nichts mehr geschrieben. Ge ... was? Ach ja, Schreiben! Da war ja was ... Geschrieben habe ich tatsächlich etwas. Nämlich meine Abschlussprüfung. Mit etwas Glück darf ich mich also bald Bürokauffrau nennen. Autorin nenne ich mich auch und darum puste ich jetzt mal den Staub von meinem Blog und von meinen Schreibprojekten. Was steht also als nächstes an?

Zuallererst möchte ich meinen lange vernachlässigten Krähenwolf überarbeiten. Und zwar möglichst schnell, damit ich bald wieder Platz habe für neue Projekte.

Nebenbei arbeite ich an einem Bilderbuch mit Namen "Der Zwerg ohne Mütze". Das wird ein kleines Urlaubsprojekt, um mich wieder mit dem Schreiben anzufreunden.

Und dann kann es endlich wieder losgehen. Meine Muse war nicht untätig und hat mir noch während der Prüfungsvorbereitung eine neue Idee verpasst. Ausnahmsweise einmal völlig frei von Fantasy, im Hier und Jetzt angesiedelt. Ich bin selbst schon sehr gespannt auf das Projekt und lege sehr viele Hoffnungen hinein, da Fantasy leider im Moment nicht so gefragt ist.

Mehr dazu erzähle ich euch demnächst, wenn es so richtig losgeht. Jetzt muss ich erst einmal aufräumen, was hier so in den letzten Wochen liegen geblieben ist. Meine Wohnung, meine Dateien, meine Finanzen ... das Übliche halt. Und wenn alles glänzt und blüht, dann darf endlich wieder richtig geschrieben werden. Ich freue mich darauf! Und ihr?

Mittwoch, 27. März 2013

The Next Big Thing Blog Hop

"Was'n das?", habe ich mich gefragt und erst einmal gegooglet. Nur langsam wurde aus dem Fragezeichen ein Ausrufungszeichen. Ein Blog Hop ist so was wie ein Staffellauf. Oder so eine Wassereimerlöschkette ... kann jemand meinen Gedanken folgen? Ach, ist ja auch egal. Ich fange einfach einmal an.

Zum Interview nominiert wurde ich übrigens von meinem geschätzten Kollegen Stefan Link, der einen absolut umwerfenden Humor hat. Lest einfach mal rein - es lohnt sich!

http://www.stefanlink.de/Aktuelles

Dann wollen wir wir mal. Eigentlich soll es in dem Interview um das nächste große Ding gehen, aber wie ihr meinem letzten Eintrag entnehmen könnt, schreibe ich aktuell gar nicht. Daher muss jetzt mein großer Schatz herhalten und ich kann ihm noch ein bisschen entgegenhibbeln.

Wie ist der Arbeitstitel Ihres Buches?

Das Buch hieß schon immer "Der Katzenschatz" und das wird auch auf dem Cover stehen. Es hieß schon so, bevor ich auch nur das erste Wort geschrieben hatte, und ich finde den Titel immer noch großartig.

Woher kam die Idee für das Buch?

Ich beobachte gerne. Am liebsten die Natur, Tiere und Kinder. Aber bleiben wir bei Tieren. Ist euch schon einmal aufgefallen, dass Tiere ständig auf der Suche sind? Hunde schnüffeln an jedem Busch, Hühner picken sorgfältig jeden Zentimeter Boden ab, Eichhörnchen suchen sich auf Bäumen die besten Beobachtungsposten und Katzen pirschen durch die Nachbarschaft ... die Liste ließe sich endlos erweitern. Und da meine Gedanken gerne abschweifen und abschweifen und abschweifen, habe ich mich gefragt: "Wonach suchen die eigentlich? Na klar! Die suchen nach einem Schatz. Aber was für ein Schatz?"
Und aus diesen Überlegungen ist dann das Buch entstanden.

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?

Es ist definitiv ein Kinderbuch. Ich würde sagen ab zehn Jahren. Ein wenig Abenteuer, ein bisschen erste Liebe, aber vorallem ganz viele Tiere.

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?

Nachdem Jonas von der verrückten Katzenlady Frau Rigby ein Glas Limonade angenommen hat, kann er plötzlich die Sprache der Tiere verstehen und ausgerechnet Katzen, die er nicht leiden kann, verlangen nun von ihm, für sie einen Schatz zu suchen, der ihnen von den Hunden gestohlen wurde.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzungspielen?

Uff. Schwierig. Kinderstars werden ja so schnell groß und außerdem sind die meisten der Figuren Tiere. Vielleicht wäre ein Zeichentrickfilm geeigneter. Ich glaube, das fände ich cool.

Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder werden Sie vertreten durch einen Agenten?

Von einem Agenten träume ich noch und fürs selbst Verlegen fehlt mir das Geld. Aber mein Schatz hat eine gute Fee getroffen und wird demnächst im Machandel Verlag erscheinen.

http://www.machandel-verlag.de/

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskriptes zu schreiben?

Der erste Entwurf ging ziemlich flott. Genau kann ich es aber nicht mehr sagen. Ein paar Monate, vielleicht vier oder fünf. Das Überarbeiten hat wesentlich länger gedauert, aber das ist bei mir immer so.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?

Mit meinem Genre oder mit meinem Buch? Hm. Ich lese gerne Kinderbücher und es gibt viele tolle Kinderbücher, aber welche mit Tieren habe ich lange nicht gelesen. Von daher fällt mir jetzt so spontan keines ein.

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?

Es kommt ein Mops drin vor! Also, wenn Möpse kein Interesse wecken ... dann kann ich auch nicht mehr helfen ;-)

So viel zu den Fragen. Nun muss ich noch jemanden nominieren, nicht wahr? Ich kenne da eine Verlagskollegin, die sich auch gerade einen neuen Blog zugelegt hat. Also, Frau König, ihr Ball!
http://sarahkoenig.blogspot.de/2013/03/nanowrimo-2011.html?spref=tw

Montag, 25. März 2013

Sehnsucht

Ja, so fühlt es sich im Moment an. Ich habe Sehnsucht nach dem Schreiben. Vorhin habe ich auf Facebook eine kleine Zeitreise gemacht und mir einmal durchgelesen, was ich so vor zwei, drei Jahren von mir gegeben habe. Das Hauptthema? Schreiben! Bis zu 4.000 Wörter habe ich damals am Tag produziert. Das habe ich schon lange nicht mehr getan. Jetzt werdet ihr denken: "Aber sie ist doch Schriftstellerin! Warum schreibt sie denn nicht?" Und ich werde zur Antwort einen tiefen Seufzer von mir geben.

Tatsächlich befinde ich mich offiziell gerade in Prüfungsvorbereitung. Ende April mache ich meine Abschlussprüfung und darf mich danach hoffentlich "Bürokauffrau" nennen. Unter uns gesagt habe ich noch nicht einmal mit Lernen angefangen, nichtsdestotrotz hält mich schon der Gedanke an die Prüfung vom Schreiben ab. Ich weiß nämlich, dass ich eigentlich lernen müsste und wenn nicht heute, dann eben morgen. Wenn ich dann aber schon wieder knietief in einer Geschichte stecke, ist da noch weniger Platz für Rechnungswesen und Wirtschaftslehre. Also vertrödle ich meine Zeit und tue ... gar nichts.

Dabei müsste ich auch schriftstellerisch etwas tun. Meine böse Zwillingsschwester Lonna (zur Erklärung für Nichtschreiber: ich schreibe unter Pseudonym zusätzlich nicht Jugendfreies) muss nämlich eigentlich ein Buch überarbeiten, für das es schon fast so etwas wie einen Vertrag gibt oder eher eine Verlobung also ein Vertragsversprechen ;-) Aber Überarbeiten ist nicht gleich Schreiben und Lernen ist es schon mal gar nicht und so hänge ich gerade ein bisschen in der Luft und weiß nicht, wo ich beginnen soll.

So ist das also gerade. Aber wenn ich die schriftliche und mündliche Prüfung hinter mir habe und im Sommer meinen frisch geborenen Erstling, den Katzenschatz, knuddeln darf, dann wird das Sehnen ein Ende haben. Dann werde ich wieder schreiben und schreiben und schreiben. Bis dahin lege ich weiterhin mein Rewe-Buch unters Kopfkissen, träume davon, dass der Krähenwolf sich selbst überarbeitet und schmachte mein Cover an.





Ist es nicht hübsch?